Rechtswissenschaft

Johannes Buchheim

Die datenschutzrechtliche Gestattung nach dem TMG – Nadelöhr privater Rechtsverfolgung im digitalen Raum

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 76 () / Heft 11, S. 539-546 (8)
Publiziert 31.05.2021

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Die Sorge um Ton und Umgang in der öffentlichen Debatte treibt demokratische Gesellschaften verstärkt um. Denn die Digitalisierung der Kommunikation bringt Umwälzungen mit sich, die weder auf Ebene sozialer Normen noch rechtlich genügend verarbeitet sind. Ein Weg, auf dem sich – auch jenseits der Strafbarkeit – verhandeln ließe, was wir uns voneinander gefallen lassen müssen, ist das bürgerliche Recht. Flexibilität und Entwicklungsoffenheit des privaten Interessenausgleichs werden aktuell jedoch kaum für die Gestaltung der Umgangsformen im Digitalbereich eingesetzt. Schuld daran sind auch restriktive Datenschutzvorgaben, die private Rechtsverfolgung oft a limine versperren. Der Beitrag beleuchtet die Sinnhaftigkeit dieses Arrangements und zeigt Alternativen auf.
Personen

Johannes Buchheim Geboren 1989; Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg i. Br.; Mitarbeiter am Institut für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; 2016 Master of Laws (Yale); 2016 Promotion (Freiburg); seit 2016 Referendar am Kammergericht Berlin und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insb. Verfassungsrecht und Rechtsphilosophie, der Humboldt-Universität zu Berlin.