Rechtswissenschaft

Christoph Krönke

Sandkastenspiele – »Regulatory Sandboxes« aus der Perspektive des Allgemeinen Verwaltungsrechts

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 76 () / Heft 9, S. 434-443 (10)
Publiziert 03.05.2021

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»Regulatory Sandboxes« (oder »Reallabore«) sind ein gleichermaßen kontroverses wie auch schillerndes Element neuerer wirtschafts- und technologierechtlicher Diskussionen. Von ihren Befürwortern werden sie gegen innovationshemmende Überregulierung und konventionelle aufsichtsrechtliche Konzepte in Stellung gebracht; ihre Kritiker befürchten eine schleichende Aushöhlung gesetzlicher Standards und eine Aushebelung der Rechtsbindung der Verwaltung. Bei näherer Betrachtung zeigt sich indes, dass die hinter dem Sandbox-Konzept stehenden Überlegungen keineswegs so neu sind, wie sein Name vermuten lässt. Sie lassen sich überdies auch mit dem bestehenden Instrumentarium des Allgemeinen Verwaltungsrechts – im Einklang mit den einschlägigen Vorgaben des höherrangigen Rechts – realisieren.
Personen

Christoph Krönke Geboren 1983; 2003–09 Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg und München; 2013 Promotion (LMU München); Rechtsreferendariat im OLG-Bezirk München; Wissenschaftlicher Mitarbeiter; seit 2017 Akademischer Rat a.Z. am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Wirtschaftsverwaltungsrecht, Umwelt- und Sozialrecht der LMU München; 2020 Habilitation (LMU München); seit September 2020 Universitätsprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien.