Rechtswissenschaft

Die schwache Gewalt?

Zur Behauptung judikativer Autorität
Herausgegeben von Till Patrik Holterhus und Fabian Michl

2022. VIII, 169 Seiten.

POLITIKA 23

44,00 €
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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-161581-8
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Der Band behandelt die Autorität der Gerichte im System der Gewaltenteilung auf der Ebene des nationalen, europäischen und internationalen Rechts. Er wendet sich an ein breiteres Fachpublikum aus den Rechts- und Politikwissenschaften.
In der Verfassungstheorie gilt die Judikative als die »schwache Gewalt“. Um sich im öffentlichen Gewaltengefüge Gehör zu verschaffen, können sich Gerichte allein auf ihre Autorität berufen. Diese Autorität wird durch die anderen Gewalten jedoch zunehmend auf die Probe gestellt. Der vorliegende Band beleuchtet Anfechtung und Behauptung gerichtlicher Autorität aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und auf den verschiedenen Ebenen des Rechts: vom deutschen Verfassungs- und Verwaltungsrecht über das europäische Recht bis hin zum internationalen Recht. Die Beiträge richten sich an ein breiteres Fachpublikum in den Rechts- und Politikwissenschaften und schaffen so die Grundlage für eine disziplinenübergreifende Beschäftigung mit dem Phänomen der judikativen Autorität.
Inhaltsübersicht
Till Patrik Holterhus/Fabian Michl: Einführung. Die fragile Autorität der Judikative – Angelika Nußberger: Zur Lage der Gerichtsbarkeit – Dieter Grimm: »The least dangerous« oder »the most endangered branch“? – Hans Vorländer: Wovon Stärke und Schwäche der Verfassungsgerichtsbarkeit abhängen. Anmerkungen zur Gefährdung einer »ungefährlichen« Gewalt – Christian Waldhoff: Kann sich das Bundesverfassungsgericht durchsetzen? Verfassungsrechtsprechung zwischen Autorität und Zwang – Fabian Michl: Der Staat als Ehrenmann? Zur Nichtbefolgung verwaltungsgerichtlicher Entscheidungen – Till Patrik Holterhus: Muss der Bund die gerichtliche Autorität in den Ländern sichern? Zu den föderalen Gewährleistungspflichten aus Art. 28 Abs. 3 GG – Martin Nettesheim: Europäische Werte und mitgliedstaatliche Verfassungsautonomie – über einen Machtkampf in der EU – Christina Binder/Verena Jackson: Plurale Gerichtsbesetzung. Legitimitäts- und Autoritätsgewinne durch rechtskulturelle Diversifizierung – Stefan Martini: Verfassungsvergleichung als Autoritätsressource
Personen

Till Patrik Holterhus ist seit 2017 Akademischer Rat am Institut für Völkerrecht und Europarecht der Georg-August-Universität Göttingen; SoSe 2022 Vertretung des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, insbesondere Staats- und Verwaltungsrecht an der Leuphana Universität Lüneburg.

Fabian Michl ist Juniorprofessor für Staats- und Verwaltungsrecht mit Schwerpunkt Recht der Politikk an der Universität Leipzig.
https://orcid.org/0000-0003-3386-0333

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