Hans Kelsen 978-3-16-160205-4 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Thomas Olechowski

Hans Kelsen

Biographie eines Rechtswissenschaftlers
Unter Mitarbeit von Jürgen Busch, Tamara Ehs, Miriam Gassner und Stefan Wedrac

2., durchgesehene Auflage; 2021. XXIII, 1029 Seiten.
59,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-160205-4
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Diese Biographie widmet sich dem wohl bedeutendsten Rechtsphilosophen des 20. Jahrhunderts, Hans Kelsen (1881–1973). Er gilt als »Architekt« des noch heute in Österreich geltenden Bundes-Verfassungsgesetzes von 1920. Mit der von ihm entwickelten Reinen Rechtslehre hat er weltweit Beachtung gefunden.
Die vorliegende Biographie widmet sich dem bewegten Leben Hans Kelsens, des wohl bedeutendsten Rechtsphilosophen des 20. Jahrhunderts. In seinem Lebensweg, der ihn von Prag und Wien über Köln, Genf und andere Stationen bis nach Berkeley in Kalifornien führte, spiegeln sich die letzten Jahre der Habsburgermonarchie, die beiden Weltkriege, Aufstieg und Niedergang der Demokratie in der Zwischenkriegszeit, die Gründung der UNO und vieles mehr wider. Der überzeugte Befürworter einer parlamentarischen Demokratie wurde »Architekt« des noch heute in Österreich geltenden Bundes-Verfassungsgesetzes von 1920. Mit der von ihm entwickelten Reinen Rechtslehre, die u.a. die theoretische Grundlage für die moderne Verfassungsgerichtsbarkeit lieferte, hat er weltweit Beachtung gefunden; seine Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

»Dabei stellt Olechowski explizit nicht das Werk, sondern die Person Kelsens und dessen Lebensweg in den Mittelpunkt. […] Thomas Olechowski hat diesen Weg in erschöpfender Gründlichkeit bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet. Sein Buch, reife Frucht von anderthalb Jahrzehnten intensiver Arbeit, ist ein Meilenstein der Kelsen-Literatur.«
Horst Dreier FAZ 21.08.2020, 10

»Ein großer Wurf ist Olechowskis Buch deshalb, weil es die Wegmarken von Kelsens Lebenslauf meisterlich mit seiner Denkbiographie verbindet. [...] Während die Ideen seiner Widersacher längst vergilbt sind, ist Kelsens Werk frisch und lebendig […]«
Franz Leander Fillafer Die Presse 26. September 2020, Beilage »Spectrum«, V

»Olechowskis Arbeit leistet die notwendige Voraussetzung für einen 'historical turn' auch in der Kelsen-Forschung. […] Das Buch richtet sich auch an alle, die sich für die ehemalige Wiener Kultur und deren Fortsetzung im Exil interessieren. Infolge dieser Biographie wird […] Kelsen wohl auch jenseits seines Faches Beachtung erfahren – etwa in den Geschichts- und Kulturwissenschaften.«
Péter Techet H-Soz-Kult http://www.hsozkult.de/publicationreview/ 03.11.2020
Personen

Thomas Olechowski Geboren 1973; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien; 1998 Promotion; 2003 Habilitation; seit 2019 Professor an der Universität Wien; wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Obmann der Kommission für Rechtsgeschichte Österreichs; seit 2011 Geschäftsführer der Bundesstiftung »Hans Kelsen-Institut".

Jürgen Busch ist Leiter des Bereiches Geistes-, Sozial- und Gesundheitswissenschaften der Ludwig Boltzmann-Gesellschaft und Lehrbeauftragter an den Universitäten Wien und Brünn.

Tamara Ehs ist selbständige Beraterin für Demokratieinnovationen, politische Bildnerin, Lehrbeauftragte an der Universität Wien sowie Mitarbeiterin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Miriam Gassner ist Notarsubstitutin in Wien und Lehrbeauftragte an der Universität Wien.

Stefan Wedrac ist Universitätsassistent (postDoc) an der Universität Wien.

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