Rechtswissenschaft

Informationelle Menschenrechte und digitale Gesellschaft

Herausgegeben von Benedikt Buchner und Thomas Petri

2023. VIII, 182 Seiten.
74,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-161638-9
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Privatheit, Datenschutz und Informationsfreiheiten sind die zentralen Funktionsbedingungen einer digitalen Gesellschaft. Wie lassen sich diese informationellen Menschenrechte auch unter dem Druck der Digitalisierung gegen staatliche Freiheitsbeschränkungen und die Übermacht nichtstaatlicher Akteure verteidigen?
Privatheit, Datenschutz und Informationsfreiheit sind die zentralen Funktionsbedingungen einer digitalen Gesellschaft. Als informationelle Menschenrechte schützen sie nicht nur gegen staatliche Freiheitsbeschränkungen, sondern auch gegen die Übermacht nichtstaatlicher sozialer Akteure. Die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes beleuchten die Grundlagen und unterschiedlichen Facetten informationeller Menschenrechte aus interdisziplinärer, interkultureller und internationaler Perspektive und möchten damit das wissenschaftliche Wirken von Marie-Theres Tinnefeld zu deren 85. Geburtstag würdigen. Die Werte eines digitalen Humanismus sowie neue Formen der Meinungsäußerung und der demokratischen Partizipation werden dabei ebenso thematisiert wie Lösungsansätze eines technischen Daten- und eines Verbraucherschutzes, um die freiheitlich-demokratische Vision einer modernen digitalen Gesellschaft zu verwirklichen.
Inhaltsübersicht
Martin Leitner: Vorwort – Benedikt Buchner/Thomas Petri: Prolog: Menschenrechtliche Grundierung der Rechte auf Privatheit, Datenschutz und Informationsfreiheit – Wolfgang Schmale: Digitaler Human(itar)ismus – Burkhard Schafer: Of wicked wizards and indigo jackals. Legal regulation of privacy and identity in cultural comparative perspective – Irena Lipowicz: Der Schutz der Privatsphäre. Neue Aspekte und Perspektiven – Marit Hansen: Der lange Weg von digitaler Selbstverteidigung bis zum eingebauten Datenschutz – Louisa Specht-Riemenschneider: Datenschutzrecht als Verbraucherschutzrecht. Zum Erfordernis der Behebung vielfältiger Marktversagen auf Datenmärkten durch Anpassungen des materiellen Datenschutzrechts – Alexander Dix: Zur Entwicklung des Menschenrechts auf freie Meinungsäußerung unter Pseudonym – Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Hass und Hetze gegen Repräsentanten unseres Systems – Thomas Knieper: Politische Internet-Memes als Instrument der demokratischen Partizipation – Anke Zimmer-Helfrich: Wissenschaft durch offenen Diskurs. Die Rolle und Aufgabe von (juristischen) Fachzeitschriften – Thomas Hoeren: Zum (Datenbank-)Schutz von Kunden- und Kontendaten – Vytautas Čyras/Friedrich Lachmayer: Towards Legal Visualization – Helmut Bäumler: Epilog: Rosen für den Datenschutz
Personen

Benedikt Buchner ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Haftungsrecht und Recht der Digitalisierung an der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg.
https://orcid.org/0000-0003-1438-5127

Thomas Petri ist Bayerischer Landesbeauftragter für den Datenschutz, Honorarprofessor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München und Stellvertreter des Gemeinsamen Vertreters im Europäischen Datenschutzausschuss.

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