Rechtswissenschaft

Lea-Marie Weischede

Parlamentskunst

Zur Staatsästhetik freiheitlicher Demokratie

2022. XVI, 319 Seiten.

Grundlagen der Rechtswissenschaft 43

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Leinen
ISBN 978-3-16-161363-0
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Die Demokratie gilt verbreitet als normativ unästhetische Staatsform. Lea-Marie Weischede begegnet diesem Narrativ der unästhetischen Demokratie aus der Perspektive des Verfassungsrechts und zeigt anhand der Kunst im Deutschen Bundestag Bedeutung und Konturen einer Staatsästhetik auf, die eine demokratische Ordnung inszeniert.
Ästhetisierungen des Staates werden häufig als Krisenerscheinung der Demokratie beschrieben. Inszenierung politischer Macht, so wird eingewandt, überzeichne den demokratischen Prozess in seiner Idee der politischen Autonomie aller. Die Demokratie stelle sich demnach adaquät allein im Verzicht auf staatliche Ästhetik dar. Ausgehend vom Verfassungsrecht und entgegen dieser Trennungsthese von Demokratie und Ästhetik zeigt Lea-Marie Weischede, dass demokratische Verfahren durch ihre Ästhetisierung nicht entleert, sondern erst erfahrbar werden: Demokratische Staatsästhetik reflektiert die normative Ordnung und den darin festgelegten politischen Prozess, der sie hervorbringt. Daraus wird der juridische Code einer politischen Bildersprache der freiheitlichen Demokratie entwickelt und in der Kunst in den Berliner Parlamentsbauten, der Parlamentskunst, faktisch gespiegelt.
Personen

Lea-Marie Weischede Geboren 1992; Studium der Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München; 2021 Promotion; Rechtsreferendariat am Kammergericht Berlin.
https://orcid.org/0000-0003-4876-0124

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