Rechtswissenschaft

David Faßbender

Religionsunterricht aus dem Ausland

Eine völker- und verfassungsrechtliche Analyse zur Beeinflussung des Religionsunterrichts an deutschen Schulen durch ausländische Staaten

2022. XXVI, 430 Seiten.

Jus Ecclesiasticum 125

109,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-161230-5
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Der Religionsunterricht an staatlichen Schulen in Deutschland liegt inhaltlich in der Hand der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Doch was, wenn sich hinter dieser ein ausländischer Staat verbirgt? Dieser Frage geht David Faßbenderaus völker- und verfassungsrechtlicher Sicht nach.
Das Grundgesetz sieht für den Religionsunterricht in der staatlichen Schule eine besondere Aufgabenteilung vor: Der Staat ist der »Veranstalter« des Unterrichts – er stellt Unterrichtsräume und bezahlt die Lehrkräfte. Die inhaltliche Gestaltung indes obliegt der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Sie bestimmt über das Curriculum und bevollmächtigt die Lehrkräfte. Dieses System – in Zeiten stabiler Volkskirchen entwickelt – wurde lange Zeit nicht hinterfragt. Die zunehmende religiöse Pluralisierung jedoch lässt Stimmen laut werden, die eine Beeinflussung des Unterrichts durch ausländische Staaten befürchten und dies für rechtlich unzulässig halten. Im Fokus der Kritik steht der islamische Religionsunterricht, welcher durch Verbände gestaltet werde, die aus dem Ausland gesteuert würden. David Faßbender geht der Frage nach, welche Grenzen das Recht der Beeinflussung des Religionsunterrichts durch einen ausländischen Staat tatsächlich setzt.
Personen

David Faßbender Geboren 1989; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Münster; 2019–21 Referendariat am Kammergericht in Berlin mit Stationen u.a. beim Bundespräsidialamt und am Bundesverfassungsgericht; 2021 Promotion; seit 2022 Richter in Berlin.

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